Hund trimmen

Trimmen wird aus dem englischen „to trim“ abgeleitet und heißt wörtlich übersetzt „zurecht machen“, „stutzen“, „in Ordnung bringen“ bzw. auch „schneiden“oder „scheren“. Es gibt verschiedene Methoden, einen Hund zu trimmen.

Hund trimmen in Andy's Hundesalon

Im deutschsprachigen Fachjargon wird das Wort „trimmen“ hauptsächlich für die Pflege von rauhaarigen Rasse, wie Terrier, Schnauzer oder Rauhaardackel, aber auch einiger Spanielarten mit seidiger Haarstruktur verwendet. Es bedeutet Auszupfen oder Rupfen von totem, abgestorbenen Haar. Laien glauben oft, dass das Trimmen eine für das Tier ausgesprochene schmerzhafte Prozedur sei, da sie es oft mit dem Herauszupfen menschlicher Haare vergleichen. Dies ist jedoch nicht der Fall, da das zu trimmende Haar des Hundes eine vollkommen andere Struktur besitzt. Trimmen wird nur dann für den Hund schmerzhaft, wenn der Zeitpunkt nicht stimmt, das Haar durch vorherige falsche Pflegeanwendung (z.B. Scheren) verdorben wurde, der Trimmer die korrekte Technik nicht beherrscht oder falsches Trimmwerkzeug benützt wird.
Nur für sogenannte „Wollis“ (rauhaarige Hunde mit genetisch bedingt zu weichem Haar), kann das Trimmen eine üble Quälerei sein. Im letztgenannten Fall greift man besser zur Schermaschine.

Ob Ihr Hund zu trimmen ist oder nicht, entscheidet man, wenn er das erste Mal bei mir auf den Tisch steht.

Hund trimmen oder scheren? Warum schadet Scheren rauhaarigen Rassen?

Rauhaarige Rassen wurden zumeist als Jagd- oder Gebrauchshunde gezüchtet. Sie besitzen ein Haarkleid mit unvergleichbarer Schutzfunktion. Das Fell dieser Hunde ist hart und anliegend, gut wasser- und schmutzabweisend, reguliert den Wärmehaushalt und schützt vor Verletzungen. Werden diese Hunde geschoren kommt es zu massiven Veränderungen der Haarstruktur und dadurch zu einer Verminderung der Schutzfunktion. Beim Scheren bleibt abgestorbenes Haar im Haarschaft stecken, anstatt dem nachwachsenden Haar Platz zu machen. Dies kann Juckreiz verursachen, im Extremfall entstehen dadurch Ekzeme. Zumindest „freut“ sich der Tierarzt über die möglicherweise langwierige Behandlung einer „unspezifischen Allergie“! Zudem verliert das Haar seine typische Farbe und Struktur Die Farbpigmente rauhaariger Rassen sind v.a. in den Haarspitzen eingelagert, außerdem wird das Haar zur Wurzel hin dünner. Durch die Schur mit der Schermaschine werden die harten, farbreichen Spitzen abgeschnitten, das verbleibende Haar wird dünner und farbloser. Das nachwachsende Haar kommt bei geschorenen Hunden viel schlechter durch, da das abgeschorene Haar den Haarkanal verlegt. Noch dazu wächst die ebenfalls geschorene Unterwolle verstärkt nach.

Hund trimmen - wie oft

Das Ergebnis: Nach mehrmaligen Scheren kann ursprünglich hartes pigmentiertes Haar verdorben sein. Das Haar ist nicht mehr wasserabweisend und wärmeregulierend, Schmutz haftet besser, das Haar verfilzt leichter.
Ob Hund trimmen oder scheren, ab welchem Alter und wie häufig - bei mir bekommen Sie die richtige Beratung!

Hund trimmen - wie oft?

In handelsüblichen Büchern steht meist 3-4 jährlich. Um aber ein sogenanntes „Rolling coat“ zu erzielen, ist ein kürzeres Intervall von 8-9 Wochen notwendig. Somit kann gewährleistet werden, dass der Trimmhund nie „nackt“ den Hundesalon verlässt. Je regelmäßiger ein Hund getrimmt wird, desto leichter ist die Trimmarbeit für mich als Hundefriseur und für den Hund. Selbstverständlich erhalten Sie als Kunde weiterhin die notwendigen Infos über Hund trimmen oder professionelles Trimmen von Hunden.

Noch eine kleine Anmerkung meinerseits: Dieses Thema "Hund trimmen" diskutiere ich sehr hartnäckig mit meinen Kunden.